Und plötzlich war das Licht aus



„Bitte, lass die Batterien voll sein“, ging es mir durch den Kopf, als ich die Taschenlampe in die Hand nahm und den Knopf betätigte. Ein Lichtkegel traf die Wand, ich jubilierte innerlich. Ich schaltete die Lampe aus und öffnete das Batteriefach. Ich entnahm die Energiezellen und legte die Taschenlampe zur Seite. Beim nächsten Einkauf würde ich mir einen ordentlichen Vorrat an Batterien zulegen, nahm ich mir vor – so einen Engpass wollte ich nicht mehr erleben. Auf ins Schlafzimmer, wo ein weiteres Gerät auf die benötigte Energie wartete.

Dass ich splitterfasernackt in meiner Wohnung umherlief, hatte zwei Gründe. Zum einen war mir tierisch warm. Hochsommer und immer noch über 25 Grad in der Wohnung. Der andere Grund lag auf meinem Bett – mein Lieblingsvibrator, der leider keinen Mucks von sich hatte geben wollen, als ich es mir gemütlich zu machen versucht hatte. Nun jedoch würden mir die Batterien aus der Taschenlampe den Abend versüßen. Mein Blick fiel auf den Wecker – 23 Uhr. Draußen hatte sich die Dunkelheit über die Stadt gelegt, doch für mich war es nicht zu spät, mir ein kleines Vergnügen zu bereiten. Ich schaltete das Deckenlicht aus, die Nachttischlampe spendete Licht. Ich warf mich auf die Matratze und beeilte mich, die leeren Batterien in meinem Freudenspender gegen funktionierende einzutauschen. So – fertig.
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