Ein Abend voller Entdeckungen 1.



Das leise Knirschen der Kiesel unter meinen Schuhen hallt mir entgegen, als ich mit Mirijam im Arm den Weg zu meinem Haus hinauf schlenderte. Rund um uns herum war nur die kühle Stille der heraufziehenden Nacht zu spüren. Die Sonne, schon lange hinter dem Horizont verschwunden, zeichnete nur noch einen leichten Schimmer von Blau auf den Himmel. Eine kalte Briese begann uns zu umwehen. Nur der Ruf eines Käuzchens durchbrach die Ruhe, sonst weiter nichts. In Gedanken lag ich schon in den Armen meiner Begleitung und bei dem, was wir dann gleich zusammen machen würden. Innere Aufregung, gar Erregung und Freude hatten mich erfasst, hielten mich fest.

Schon seit längerem hoffte ich darauf, dass eine dieser Gelegenheiten kommen möge. Jetzt war sie da und ich gewillt sie gebührlich zu nutzen. Mein Kopf drehte sich Mirijam zu, unsere Blicke trafen sich. Sie lächelte mich an. Ein neckiges Grinsen umspielte ihre Mundwinkel. Uns beiden war klar, warum wir jetzt hier waren. Zwischen uns lief das schon mehrere Jahre. Mirijam ist die beste Freundin meiner Frau Claudia. Eigentlich wollte ich ja nichts mit ihr anfangen, aber das sagt man sich immer, anfangs, rechtfertigt sich damit. Doch ich gebe es offen zu, auf Mirijam hatte ich schon vom ersten Kennenlernen her ein Auge geworfen gehabt. Gäbe es da nicht Claudia, ich hätte sie mir schon viel eher geschnappt. Ihre schlanke Figur mit den richtigen Rundungen an genau den richtigen Stellen, das lange, blonde Haar, welches so herrlich über ihre Schulter fällt, die immer perfekt, geschminkten Lippen. Sie ist in meinen Augen die perfekte Business Lady, der Vamp aus der oberen Etage. Dazu trägt sie fast immer diesen heißen Büro-Chick auf, den ich so an ihr mag. Nur manchmal, zu ganz besonderen Anlässen zwängt sie sich in das kleine, sündige, figurbetonende Schwarze, so wie gerade eben. Sie sah aus, wie die absolute Sünde, pur und rein.
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Tabu mit Mutti



Vor zwei Monaten war Caro aus dem Urlaub zurückgekehrt.

Nur um direkt danach zu erfahren, dass ihr Arbeitgeber sie, zwecks Aufbau einer weiteren Niederlassung, in ein anderes Bundesland versetzte.

Gottseidank hatte Kris auf die Schnelle noch in derselben Stadt einen Studienplatz ergattern können, so dass sie nicht zwei Mieten zahlen musste.

Ein Vorteil des neuen Postens war die bessere Bezahlung, ein anderer, dass ihr ein firmeneigenes Haus zur Miete überlassen wurde. Zwar ein wenig abseits und einsam am Stadtrand gelegen, aber das machte weder ihr, noch ihrem Sohn etwas aus.

Einer der Nachteile war allerdings, dass sie ihre gesamten Freunde zurücklassen mussten. Auch mit Ruth und Lars konnten sie, aufgrund der Entfernung, nur noch telefonisch Kontakt halten.

Was natürlich schade war, denn eigentlich hatten sie geplant, mit ihnen die Erlebnisse des gemeinsamen Urlaubs ab und zu nochmal Revue passieren zu lassen. Sprich: Caro hatte auch weiterhin mit Lars vögeln und Kris mit Ruth bumsen wollen.
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