Schmerz, Angst und Lust liegen nah beieinander



Vernunft ist eine schöne Sache… Du fragst dich, warum du trotzdem auf dem Weg zu dem kleinen Cafe bist, welches ich dir als Treffpunkt vorgeschlagen habe. Natürlich nur unter der Prämisse eines freundschaftlichen Treffens ohne Hintergedanken, das is ja klar! Als du ankommst, sitze ich bereits an einem gemütlichen Tisch unter einem Sonnenschirm und nippe an meinem Bier. Das Café ist einladend, ringsum mit Flieder bepflanzt und nicht übervölkert, vielleicht zwanzig dreißig Gäste. Gute Wahl, denkst du. Als ich dich kommen sehe, macht sich ein Grinsen auf meinem Gesicht breit. So sieht sie also aus. Ich habe ein Leinenhemd und eine gemütliche Jeans an, dem Wetter entsprechend. Mein Blick streift unverhohlen von deinem Gesicht über deine Beine und wieder zurück. Ich muster dich… Du ärgerst dich ein wenig über meine Unverfrorenheit, schluckst das Gefühl aber runter und lächelst freundlich. Wir umarmen uns zur Begrüßung. Der Duft meines Parfums steigt dir in die Nase. Dir gefällt, wie ich rieche. Bei der Umarmung fasse ich mit meiner warmen Hand an deine Taille. Du spürst die Gänsehaut auf deinem Rücken. „Schön, dass aus dem Treffen endlich was geworden ist. Setz dich. Auch ein Bier?“ Du nickst und ich bestelle beim Kellner. Wir fangen an, uns über die üblichen Dinge auszutauschen: So siehst du also aus, das hab ich heute gemacht, schön dass wir so einen sonnigen Tag erwischt haben und so weiter. Du merkst, wie mein Blick über deine Lippen gleitet, über dein Dekolté und ich dich mit meinen dunklen Augen dann wieder direkt und durchdringend anschaue. Dir ist warm. Ich merke, dass du durch meine anzüglichen Blicke verunsichert bist und amüsiere mich.
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