Zwei Frauen finden endlich zueinander



Das Glas in ihrer Hand zitterte, als Yvette es dem Kellner abnahm. Der Grund dafür lag aber absolut nicht in seiner persönlichen Erscheinung oder seinem umwerfenden Charm. Dieser Grund erschien plötzlich, wie aus dem Nichts, genau hinter ihm, hieß Morena Malinowa und Yvette hatte nicht damit gerechnet, sie auf der Party des neuen Romanautors Gregory Milton zu treffen.

Bis zu diesem Augenblick hatte sich Yvette auf der Party eher gelangweilt. Aber als Chefin der städtischen Bibliothek musste sie seiner Einladung einfach folgen.

Morena Malinowa hingegen war ihr in der Bibliothek als eifrige Leserin aufgefallen und sie hatte sich ihren Namen gemerkt.

War Yvette eher der Typ Frau mit ordentlich frisiertem, zu einem Knoten im Nacken zusammengenommenem, braunem Haar, im schlichten grauen oder dunkelblauen Kostüm mit Pumps ohne übertrieben hohen Absatz, so war Morena das absolute Gegenteil. So auch in diesem Augenblick.

Morena trug ihre blonde Mähne zu jeder Zeit offen und benutzte sie sehr gekonnt, um ihre gewagt dekolletierten Kleider nach außen hin etwas braver zu gestalten, in jedem Betrachter jedoch den Wunsch erweckend, sie möge doch einmal durch einen Lufthauch den wunderschönen Ansatz ihrer Brüste entblößen. Ihre Kleider waren hauteng und brachten ihren schlanken, weiblichen Körper perfekt zur Geltung. Da alle Kleider, die Yvette bisher an ihr gesehen hatte, nur unmittelbar unterhalb ihres Hinterns endeten bot sich dem Betrachter in jedem Falle ein Bild endlos erscheinender muskulöser Beine, die in atemberaubend hohen High-Heels steckten.

Yvette nahm vorsichtshalber das Glas in beide Hände, um nicht jetzt auch noch etwas von dem teuren Champagner zu verschütten, der im Glas herrlich perlte.

Begonnen hatte Yvettes Begehren für Morena schon vor einigen Monaten, als diese ein längst überfälliges ausgeliehenes Buch zurückgab und sich sehr herzlich bei Yvette entschuldigte. Bei Übergabe des Buches hatten sich die Fingerspitzen der beiden Frauen nur ganz kurz berührt. Aber diese kurze und leichte Berührung hatte auf Yvette wie ein Blitzschlag gewirkt. Noch Stunden später, als Yvette längst in ihrem eigenen Apartment war, hatte sie die Stelle an ihrem Finger betrachtet und zum wiederholten Mal ihren Gedanken und Träumen freien Lauf gelassen. Mit diesem Finger begann sie, ihre Lippen zu liebkosen und stellte sich vor, wie Morena genau das tun würde. Wieder und wieder hatte sie nur den Finger sanft und verträumt über die Lippen hin und her bewegt, während sich in ihrem Körper ein unendlich warmes und erregendes Gefühl ausbreitete. Schließlich war sie aufgestanden und in die Dusche gegangen, um vielleicht das Gefühl einfach abzuspülen und wieder klar denken zu können. Es gelang ihr nicht.

Sie war nicht in der Lage zu verhindern, dass sie Morena in Gedanken mit sich unter die Dusche nahm, die Augen schloss und mit dem einen, von ihr durch die Berührung gesegneten Finger, zunächst sehr zärtlich und schließlich hemmungslos masturbierte. Aber der Orgasmus, den sie erlebte, führte dieses Mal nicht zu einer wie auch immer gearteten Entspannung. Ganz im Gegenteil wuchs in ihr der Wunsch, dieser wunderschönen und so extrem reizvollen Frau zu gehören, sich ihr hemmungslos hinzugeben und dann hoffentlich endlich zur Ruhe zu kommen.

Wochen waren vergangen, in denen Yvette bei jedem Besuch Morenas in der Bibliothek heiße Wangen bekam, steife, harte Nippel und jedes Mal betrachtete sie daheim den feuchten Fleck in ihrem Slip wie ein Heiligtum.

Nun, auf einer Party, stand dieses Wesen auf einmal keine drei Meter von ihr entfernt, lächelte sie an und kam auf sie zu.

„Guten Abend“ begrüßte sie Yvette. „Ich heiße Morena, aber das wissen ja bereits von meiner Bibliothekskarte.“

Sie lachte und Yvette wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen.

„Guten Abend“ erwiderte sie und musste ihre Kraft zusammennehmen um nicht wie ein Teenie zu stottern. „Ich bin Yvette. Schön, sie einmal außerhalb der Bibliothek zu treffen? Sind sie eine Bekannte des Autors?“

„Blöde Frage!“ schimpfte sie mit sich selbst aber Morenas Reaktion glättete die Situation.

Morena lachte und antwortete:

„Im weitesten Sinne könnte man es so bezeichnen….“

Yvette sah, dass Morena kurz überlegte, wie sie fortfahren sollte. Was dann kam, überraschte die ansonsten eher coole Bibliothekarin sehr.

„Gregory und ich haben einmal vor längerer Zeit versucht, eine Affäre miteinander zu beginnen.“

Wieder dieses bezaubernde Lachen und dann etwas leiser:

„Aber als Mann hatte er mir einfach nicht das zu bieten, was ich mir wünsche…“

Dann schaute Morena ihr tief in die Augen und ließ eine Bombe platzen, mit der Yvette nicht gerechnet hatte.

„…da wärest du wahrscheinlich erheblich besser geeignet.“

Dass Morena zum vertrauten „Du“ gewechselt hatte, störte Yvette dabei absolut nicht, nahm sie es doch kaum wahr. Dass sie ihr aber völlig unverblümt und direkt ein sexuelles Angebot machte, damit hatte sie niemals gerechnet. Für Yvette war es zwar keine Schande oder etwas Verwerfliches, lesbisch zu sein. So direkt jedoch wäre sie niemals auf eine andere Frau zugegangen. Aber sie war eben auch von Natur aus erheblich zurückhaltender als Morena, die das Risiko einer Absage einfach wegstecken würde und die Situation mit einem Lachen überspielen würde.

Yvette starrte ihr Gegenüber ungläubig an und holte tief Luft.

„Das scheint mir jetzt auch so“ war das Erste, was ihr einfiel und beide Frauen mussten herzhaft lachen. Dann hatte sie sich einigermaßen gefasst und um noch etwas Zeit zu gewinnen fuhr sie fort:

„Du hast keinen Champagner. Möchtest du?“ Und schon drehte sie sich nach einem Kellner um und winkte ihn zu sich.

„Ja gern“ antwortete Morena. „Und wenn du einverstanden bist, würde ich ihn gern auf dem Balkon mit dir trinken.“

Der Kellner kam, Yvette reichte Morena eines der Gläser und nickte. Dann folgte sie der selbstbewussten Blondine auf etwas wackeligen Beinen nach draußen. Es war angenehm warm aber der Balkon war trotzdem, zu Yvettes Glück, menschenleer. Morena hatte sie so überrascht mit ihrem Frontalangriff, dass sie unbedingt einige Fragen loswerden musste.

Morena zauberte aus ihrem Abendtäschchen eine Packung Zigaretten, bot auch Yvette eine an, die aber ablehnte, und zündete sich dann ihre Zigarette an.

„Woher wusstest du, dass ich eher zu deinen Wünschen passen würde als Gregory?“ fragte Yvette direkt und Morena lächelte.

„Yvette, ich stehe seit langer Zeit offen zu meiner Sexualität. Ich bin Single und möchte es auch grundsätzlich bleiben. Daher bin ich häufig auf der Suche nach passenden Partnerinnen und du hast mir in der letzten Zeit verschiedene Signale gesendet, die mich einfach mutig werden ließen. Und dass wir beide jetzt hier stehen zeigt doch, dass ich so falsch nicht gelegen habe.“

„Ich wüsste zwar nicht, dass ich Signale gesendet habe, aber scheinbar hast du mehr wahrgenommen als ich selbst. Ich bin eher etwas zurückhaltend, wenn es um neue Bekanntschaften geht. Aber ja, du hast mich wirklich schon eine ganze Weile beeindruckt, das gebe ich zu.“

Morena legte ihre Hand auf Yvettes Arm und es durchfuhr die Bibliothekarin ein intensiver Schauer wie bei der ersten zufälligen Berührung ihrer Finger.

„Siehst du…“ begann Morena und setzte fort „…und ich bin eher ein dominanter und direkter Mensch. Gerade deine Zurückhaltung und das Verstecken deiner wundervollen Weiblichkeit hat mich gereizt, dich einfach anzusprechen.“

„Ich verstecke mich doch nicht“ lachte Yvette.

„Nein, du versteckst dich nicht“ gab ihr Morena Recht. „Was du allerdings versteckst ist eine wunderschöne und ganz sicher sinnvolle Frau. Aber dazu kommen wir vielleicht später. Lass uns erst einmal darauf anstoßen, dass wir uns hier getroffen haben.“

Die Frauen erhoben ihre Gläser und ließen sie leicht gegeneinanderstoßen. Dann tranken sie einen Schluck und Morena fuhr fort.

„Ich weiß nicht, wie es dir geht aber ich langweile mich hier ziemlich. Wollen wir nicht irgendwo anders hingehen? Magst du tanzen?“

Yvette tanzte für ihr Leben gern und auch sehr gut.

„Einverstanden!“ antwortete sie daher spontan und die beiden Frauen machten sich auf den Weg vom Balkon durch das Apartment zur Ausgangstür. Kaum jemand würde ihre Abwesenheit bemerken, daher verzichteten sie darauf, sich zu verabschieden.

Vor der Tür ergriff Morena Yvettes Hand. Die ließ es geschehen und genoss die Berührung ihrer „Angebeteten“. Hand in Hand gingen sie die Treppe hinab. Yvette schwebte auf Wolken. Nie hätte sie geglaubt, dass sie wirklich einmal Hand in Hand mit dieser Schönheit durch die Welt gehen würde.

Draußen winkte Morena ein Taxi heran und sie stiegen ein.

„Lateinamerikanisch?“ fragte sie an Yvette gerichtet.

„Ich bin dabei, wenn du gut führst“ lächelte diese zurück.

Morena nannte dem Fahrer eine Adresse, die Yvette nicht kannte und schon setzte sich das Fahrzeug in Bewegung.

Zum ersten Mal waren die beiden Frauen nun allein und ohne Zuschauer. Morena schaute Yvette tief in die Augen, legte ihre Hand zunächst auf ihre Wange und als sie sah, wie sich Yvette hinein schmiegte, zog sie sanft deren Gesicht auf sich zu.

Morenas Parfum war genauso betörend wie ihre gesamte Erscheinung und als sich die Lippen der Frauen jetzt zunächst zärtlich berührten, dann eine neugierige Zunge über Yvettes Lippen leckte um dann fordernd und besitzergreifend in ihren Mund vorzudringen lief ein heißer Schauer nach dem anderen über ihren Körper. In Sekunden versank sie in einer Welt aus betörendem Duft, zärtlicher Aufmerksamkeit und beginnender Lust. Sie antwortete mit ihrer eigenen Zunge auf das Spiel des Eindringlings und der Kuss wurde intensiver und leidenschaftlicher. Während Morena ihre Lippen auf die ihren presste fühlte Yvette plötzlich eine Hand, die sich auf ihr Knie legte.

„Nein, nicht hier im Taxi!“ schrie es in ihr. „Ich werde verrückt!“

Trotzdem konnte sie es nicht verhindern, dass ihr Körper die Kontrolle übernahm und sich ihre Knie leicht öffneten, um der heißen Hand vielleicht einen noch heißeren Weg zu ermöglichen.

Das Taxi hielt an und Yvette war zunächst „gerettet“. Morena zog sich zurück, schaute sie an und sagte, ebenfalls mit leicht erhitzten Wangen:

„Wir sind da und ich denke in der richtigen Stimmung für heiße Rhythmen.“

Sie gab Yvette einen spielerischen Kuss auf den Mund und dann stiegen sie aus.

Wieder nahm sie Yvettes Hand und die war froh darüber, denn in ihrem Kopf drehte es sich gerade mächtig. Trotz der atemberaubend hohen Absätze legte Morena ein schnelles Tempo vor um die Straße zu überqueren und Yvette ließ sich von ihr mitziehen.

Sie betraten eine kleine Bar und Tangomusik schlug ihnen entgegen. Morena fand einen kleinen Tisch direkt am Rande der Tanzfläche im hinteren Teil der Bar und sie setzten sich.

„Was magst du trinken?“ fragte sie Yvette.

„Ich denke ein Mojito wäre jetzt passend, oder?“ gab sie augenzwinkernd zurück. Morena nickte und gab dem Kellner ein Zeichen. Sie bestellte und kurze Zeit später standen die beiden Cocktails vor ihnen.

„Du bist nicht zum ersten Mal hier, oder?“ fragte Yvette und konnte ihren Blick nicht von Morenas langen Beinen lösen, als sie sich jetzt zurücklehnte und sie übereinanderschlug. Dabei rutschte der ohnehin sehr kurze Rock noch einige Millimeter in sehr gefährliche Höhen. Yvette bewunderte den Mut ihres Gegenübers.

„Nein, ich mag das Lokal sehr und kenne die Besitzerin“ bestätigte Morena und fuhr fort: „Wir lernten uns vor Jahren auf dem Rückflug von einem Urlaub in Marokko kennen und kamen ins Gespräch. Danach haben wir uns einige Male getroffen und es entwickelte sich eine sehr schöne Freundschaft.“ Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: „Auch mit Hetero-Frauen kann man tolle Zeiten verbringen. Du wirst sie noch kennenlernen. Sie ist eine verrückte und sehr temperamentvolle Brasilianerin, die die Männer reihenweise um den kleinen Finger wickelt.“ Sie lachte und Yvette stimmte ein.

„Bist du eigentlich Single oder in einer Beziehung?“ fragte sie dann Yvette ohne jede Vorbereitung.

„Single“ antwortete sie kurz. „Ich hatte vor einem Jahr eine Beziehung zu einer anderen Frau aber wir verstanden uns nicht ganz so gut.“

„Sagst du mir in wie fern?“ wollte Morena wissen.

Yvette nahm einen Schluck aus ihrem Glas um Zeit zu gewinnen bevor sie vorsichtig antwortete.

„Sie war mir zu weich und fürsorglich. Ich mag eher mit jemandem zusammen sein, der mich ein wenig aus der Reserve lockt.“

„Ich denke, ich verstehe“ antwortete Morena und Yvette sah, wie sie nachdachte. Dann aber begann ein neuer Song und sie sprach den Gedanken nicht aus, sondern erhob sich und reichte Yvette die Hand.

„Wollen wir tanzen?“

„Ja, dazu sind wir doch hier, oder?“ gab Yvette lachend zurück und stand ebenfalls auf.

Morena übernahm die Rolle des Mannes und Yvette ließ sich von der guten Tänzerin über die Tanzfläche führen. Sie wusste, Tango war der tänzerische Ausdruck des Spiels zwischen zwei Partnern. Und genau so bewegten sich die beiden Frauen. Morena zog sie zu sich und sie schmiegte sich an, dann stieß sie sie wieder von sich und drehte sie in eine Pirouette. Wieder zog sie sich zu sich, fing sie auf und zwang sie in eine Rückenlage. War Morena von ihrer Erscheinung durch und durch Frau so fühlte sich Yvette doch sicher von ihr gehalten. Schnell versanken sei beide in der Musik und nahmen das umstehende Publikum nicht mehr wahr. Erst als die Musik endete und die anderen Gäste applaudierten wurde ihnen bewusst, dass sie Zuschauer gehabt hatten. Sie lächelten sich an und verbeugten sich kurz, bevor sie wieder zum Tisch zurückkehrten.

„Wow!“ entfuhr es Morena. „Du bist eine fantastische Tänzerin.“

Sie gab Yvette einen Kuss auf die Lippen. „Und du hast die Idee des Tangos perfekt umgesetzt. Ich danke dir.“

Yvette lachte.

„Ich danke dir“ gab sie zunächst zurück. „Ich liebe es, Tango zu tanzen. Er spiegelt einfach das Spiel der Anziehung zwischen zwei Menschen herrlich wider. Und du warst eine tolle Führung beim Tanzen.“

„Ich führe gern…“ begann Morena und schaute Yvette in die Augen. „…und ich führe nicht nur beim Tanzen.“

Yvette lächelte.

„Ich lasse mich gern führen“ sagte sie leise und schlug die Augen nieder.

Ein neues Lied begann und wieder stand Morena auf und reichte Yvette die Hand. Ohne ein Wort ergriff sie sie und folgte der Partnerin zur Tanzfläche. Diesmal war es ein langsamer Rumba und Morena ließ Yvette ihren Körper spüren in dem sie sie an sich drückte. Yvette genoss es. Sie spürte Morenas Bein zwischen ihren Schenkeln, sie spürte ihre Hand in ihrem Rücken und ihre Brüste, die gegen ihre eigenen drückten. Wieder liefen heiße Schauer über ihren Körper und mit ihren Schenkeln versuchte sie, die der Partnerin zu halten und die Berührung zu intensivieren. Jedes Mal, wenn es ihr gelang und wenn sogar Morenas Oberschenkel leicht gegen Yvettes Unterleib stieß durchfuhr sie ein Blitz der Lust. Stärker und stärker wurde erneut ihr Begehren. Dann war auch dieser Song zu Ende und sie gingen zurück an den Tisch.

Morena hatte deutlich Yvettes Bemühungen gespürt und auch sie war inzwischen nicht mehr völlig unberührt. Ihre Gedanken jedoch entwickelten inzwischen ein Szenario, von dem sie absolut nicht wusste, ob es Yvettes Vorstellungen treffen würde. Sie beschloss, zumindest einige Test durchzuführen, bevor sie die attraktive Frau in eine Welt entführte, die nicht jedermanns Geschmack war…

Sie legte beide Hände auf die Knie der ihr gegenübersitzenden Yvette und begann, ihre Beine ganz langsam zu öffnen. Yvette schaute ihr ein wenig überrascht und unsicher in die Augen, ließ es aber zu, dass sich ihre Schenkel so weit öffneten, wie es ihr Rock zuließ. Sie sah, wie sich der Ausdruck in Morenas Augen veränderte. Sie wurden kühler und etwas Unberechenbares schien im Hintergrund zu lauern.

„Ich liebe es zu führen…“ sagte Morena. „…aber ich liebe es, mehr zu tun als das. Ich liebe es, zu dominieren, Gehorsam einzufordern und Ungehorsam zu bestrafen. In deinen Augen scheine ich zu erkennen, dass du eine passende Partnerin für dieses Spiel wärst. Sagst du mir, ob ich mich täusche?“

Yvette erschrak und gleichzeitig jubilierte sie innerlich. Das Einzige, was ihr noch Bedenken bereitete war, dass sie diese Frau erst ein paar Stunden näher kannte. Daher antwortete sie vorsichtig:

„Du täuscht dich grundsätzlich nicht…“ Sie atmete schwerer, da Morenas Hände während des Gesprächs inzwischen an den Innenseiten ihrer Schenkel gefährlich weit in Richtung ihres Intimbereichs gewandert waren und ihr Rock sich immer weiter hochschob.

„…denn ich mag es, mich in die Hände einer Partnerin zu begeben. Sogar vollständig ihr zu gehören…“

Wieder musste sie erst einmal tief durchatmen, denn Morenas Hände hatten begonnen, ihre Schenkel zu streicheln und zu kneten. Jetzt zog sie ganz langsam die Hände zurück während sie Yvettes Haut deutlich ihre Fingernägel spüren ließ. Yvette begann am ganzen Körper zu vibrieren. Alles in ihr schrie danach, sich jetzt der Beherrschenden hinzugeben, wenn nur die Angst vor einer unliebsamen Überraschung nicht wäre, die sie lähmte.

Morena schien ihre Gedanken lesen zu können und unterbrach sie:

„Hab keine Angst. Ich werde dich weder betäuben noch mit Seilen fesseln. Die einzigen Fesseln, die du spürst, werden DEINE Lust und MEIN Wille sein. Und sollte ich etwas tun, was dir absolut zuwider ist, dann sag mir nur ein Wort, „ROT!“ und ich werde sofort alles abbrechen, was ich begonnen habe. Ich versichere dir, ich bin keine Gewalttäterin.“

Sie lachte und auch Yvette musste lachen. Es tat gut, lenkte es doch wenigstens minimal von Morenas Händen ab, die nun wieder zärtlich ihre Beine empor wanderten.

Yvette überlegte einen Augenblick, was sich angesichts der ihrem Geschlecht sehr nahekommenden Finger jedoch schwierig gestaltete. Schließlich gab sie den Wünschen ihres eigenen Körpers nach und stürzte sich kopfüber ins Ungewisse.

„Ich will heute Nacht dir gehören“ flüsterte sie. Sie brauchte nicht lauter zu sprechen, denn Morenas Gesicht war direkt vor ihrem eigenen. Und dann hätte sie fast aufgeschrien.

Morenas Fingerspitzen drückten genau auf ihre Klitoris und begannen an dieser Stelle leicht über den Stoff von Yvettes Slip zu kratzen.

Zum Glück waren in der Zwischenzeit — es war nach Mitternacht — die meisten Gäste bereits gegangen und Morena sorgte dafür, dass ihre Handlungen durch ihren eigenen Körper vor neugierigen Blicken abgeschirmt waren. Yvette stöhnte hörbar auf und ihre „Peinigerin“ lächelte.

„Du hast es gerade noch geschafft, nicht aufzuschreien meine Kleine. Ich schwöre dir, das wird sich im Laufe der Nacht noch ändern. Und jetzt lass uns gehen, bevor du mich hier noch unmöglich machst.“

Verdammt! Yvette hätte ihr wegen dieser Äußerung gern die Augen ausgekratzt. Aber sie hatte ihr gesagt, sie würde ihr gehören, also schluckte sie ihre Wut herunter.

Morena war aufgestanden und Yvette folgte ihr, wobei sie deutlich die Feuchtigkeit in ihrer inzwischen sehr feuchten Spalte spürte.

Plötzlich blieb Morena stehen und drehte sich zu ihr um.

„Bevor wir die Bar verlassen, hast du noch eine Aufgabe Kleines.“

Yvette schaute sie entgeistert an.

„Ich möchte, dass du mir deinen Nassen Slip übergibst. Jetzt.“

Yvette stand wie angewurzelt und bewegte sich nicht.

„Soll ich ihn mir selbst holen? Du schämst dich wohl, weil er einen deutlichen, nassen Fleck hat, wie? Also entweder ziehst du ihn aus oder ich hole ihn mir!“

Ängstlich schaute sich Yvette um. Es waren nur noch einzelne Gäste im Lokal und die waren mit sich selbst beschäftigt. Außerdem stand sie gerade vor einer Abtrennung zum Eingangsbereich und war so auch von dort geschützt…

Sie schob ihren Rock hoch, griff blitzschnell ins Bund ihres Tangas und Sekunden später reichte sie Morena das zusammengedrückte, nasse kleine Stoffbündel. Ihr Gesicht war puterrot. Niemals zuvor hatte sie in einem Lokal ihre Unterwäsche ausgezogen. Der Gedanke, dabei vielleicht doch beobachtet worden zu sein brachte sie fast um aber es gab noch ein anderes Gefühl. Ihre Schamlippen spürten deutlich die Bewegung der kühlen Luft im Raum und es war ein unwahrscheinlich geiles Gefühl unter dem Rock nackt zu sein, ohne dass es jemand anderer wusste.



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