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Betty lässt alle Hüllen fallen für die Kunst

„Schön sie einmal wiederzusehen“, murmelte Frau Greif, rückte ihre Brille zurecht und strich sich eine graubraune Haarsträhne hinter das Ohr. Betty hatte beide Händen auf den Schreibtisch ihrer ehemaligen Chefin gestützt und beugte sich zu ihr hinunter. Der Reißverschluss ihrer Trainingsjacke war weit geöffnet, um sie für Frau Greif gut in Szene zu setzen.

Betty mochte die Leiterin der gräflichen Sammlung und des historischen Schulmuseums, bei der sie im letzten Sommer ein Praktikum gemacht hatte. Doch das hielt sie nicht davon ab, eine diebische Freude zu empfinden, die Ältere verlegen zu machen.

„Ich habe Ihren Wagen draußen gesehen. Da dachte ich, ich schaue mal kurz rein. Eigentlich muss ich zu Blomberg“, erklärte Betty. „Ich habe ein neues Fotoprojekt und brauche dazu das Badehaus.“

„Ein nicht ganz einfaches Motiv“, war Frau Greif sofort wieder beflissentlich bei der Sache. „Von außen unscheinbar und innen eng. Schwierige Lichtverhältnisse. Ob sich das überhaupt lohnt. Die Originalausstattung aus dem achtzehnten Jahrhundert ist ja leider längst verloren. Die hat damals Samira, die türkische Sklavin des Grafen — oder sollte ich besser Mätresse sagen — angeschafft. Für sie ist das ganze Gebäude ja überhaupt errichtet worden: quasi Baden gegen Heimweh … Wenn Ihnen trotzdem ein paar schöne Bilder gelingen, wäre ich sehr interessiert. Sie wissen ja, der Webauftritt des Schlosses muss ständig aktualisiert werden.“

„Ich glaube, dafür sind meine Fotos nicht geeignet. Es geht mir nicht um das Gebäude, sondern um die Nutzer. Als Frau Hartmann mir erzählt hat, dass das Bad noch in Betrieb ist, da kam mir die Idee, dass das ein toller Ort für ein paar Körperstudien wäre.“

„Frau Hartmann … so so. Dann ist Ihr Projekt wohl der Grund dafür, dass Liliane die Requisiten der Ausstellung mit dem Haremszelt geplündert hat. Zum Glück sind es nur Repliken, sonst hätte ich aus konservatorischer Sicht sofort einschreiten müssen. Zuerst dachte ich, der Schlossverein veranstaltet mal wieder so ein … Symposion. Normalerweise bekommen wir ja auch immer eine Einladung. Aber wir haben uns bisher noch nie getraut teilzunehmen. Da soll es ja immer hoch hergehen“, wurde Frau Greif schon wieder ganz verlegen.

„Vielleicht inspirieren Sie ja meine Bilder. Ich zeige sie Ihnen gerne mal und wenn sie schon nichts für die Website sind, dann können Sie sie vielleicht in die Fotosammlung aufnehmen“, sagte Betty in einem möglichst unschuldigen Ton.

Während sie vorne mit Frau Greif plauderte, hatte sie hinten die Aufmerksamkeit des Archivars und Hüter der Schlossbibliothek erregt. Herr Greif saß am Fenster des Lesesaals, der gleichzeitig als Büro fungierte.

Dass er seine Arbeit unterbrochen hatte, konnte Betty ganz deutlich an den Blicken spüren, die den straff gespannte Stoff ihrer Jogginghose streichelten. Als sie das Rücken eines Stuhls und ein paar zaghafte Schritte hörte, ging sie hinten noch ein wenig mehr ins Hohlkreuz während sie vorne Frau Greif anstrahlte.

Herr Greif war wie seine Frau klein und zierlich, leicht angegraut, hatte dieselbe zurückhaltende Art wie sie. Beide kleideten sich unauffällig. Da sie sich ein Büro teilten und meistens zusammen auftraten, machte der Witz die Runde, sie seien eigentlich Geschwister. Betty glaubte das nicht, denn sie konnte deutlich eine erotische Spannung zwischen den beiden spüren, besonders wenn das Ehepaar wie jetzt Blicke über sie hinweg tauschte.

Herr Greif räusperte sich verlegen, sodass Betty ihren Kopf wendete: „In der Fotothek haben wir eine ganze Reihe von Aufnahmen der verschiedenen Gebäude des Schlosses und seiner Bewohner. Die ältesten gehen bis ins neunzehnte Jahrhundert zurück. Da könnte ich Ihre Serie hinzufügen. Machen Sie uns doch gerne einen Abzug.“

„Klar, mach ich. Den bringe ich dann beim nächsten mal mit, damit Sie ihn in Ruhe begutachten können. Jetzt muss ich aber runter zu Blomberg, den Schlüssel zum Badehaus holen“, richtete sich Betty auf, reichte beiden höflich die Hand und verließ mit quietschenden Sohlen den Lesesaal. Das Ehepaar sah ihr mit verträumten Blicken nach.

Sie nahm den hinteren Ausgang und dann die paar Stufen hinunter ins Souterrain zur Hausmeisterwohnung.

„Na, Wutsch, was los?“, begrüßte sie Blomberg, der ältere, hagere Hausmeister, den sie in seinem Büro gleich am Eingang fand.

„Danke, Stallmeister.“ Betty umarmte ihn und sog den vertrauten Duft von Zigarillos ein, der in seinem Flanellhemd hing, das er sommers wie winters trug. Währenddessen tätschelte er mit seiner großen Hand ihren Popo. Sie wusste, dass er es mochte, so angesprochen zu werden, obwohl das gräfliche Gestüt bereits vor langer Zeit abgewickelt worden war. Seitdem war Blomberg Hausmeister, Ticketverkäufer und Security in einer Person.

„Ich wollte den Schlüssel zum Badehaus abholen. Ich hoffe, du bist informiert.“

„Lili hat mir Bescheid gesagt, dass sie für ihren Stutenclub einen Gefallen braucht. Sind ja wohl auch ein paar Junghengste dabei, hab ich gehört. Lässt du dich wegen denen nicht mehr hier blicken?“

„Ach Quatsch, damit hat das nichts zu tun. Ich war halt tierisch wegen Abi eingespannt. Die Jungs müssen sich eh noch akklimatisieren, da läuft noch nicht viel. Du weißt ja wie Liliane ist, die hat ihre eigenen Vorstellungen, wozu die zu gebrauchen sind.“

„Hör ich da ein bisschen Enttäuschung?“, hob Blomberg kritisch eine seiner buschigen Augenbrauen.

„Schon. Bart kenn ich ja schon ewig. Murad steht nicht so auf Mädels wie mich und Tim, der Volltreffer, wird von seiner Freundin bewacht. Da komm ich nicht so einfach ran und muss behutsam vorgehen. Aber ich habe schon einen Plan …“

Blomberg stieß verächtlich Luft durch die Nase aus und spülte seine Enttäuschung über die Jugend von heute mit einem Schluck aus seinem Kaffeepott herunter. Dann wandte er sich immer noch kopfschüttelnd um und suchte in einer Schublade des riesigen Schreibtisches, der eher wie eine Werkbank aussah, nach dem Schlüssel.

„Wenn das Bad den Kerlen nicht genug einheizt“, brummte er unwirsch, nachdem er Betty den Schlüssel in die Hand gedrückt hatte, „hätte ich da vielleicht noch was anderes für dich.“ Damit nahm er eine flache, unscheinbare Pappschachtel vom vollgestellten Schreibtisch. Als er sie verschwörerisch öffnete, lag darin ein schwarzes Bündel, dass sich, als er es heraushob, als ein Korsett aus Leder entpuppte. Es war sehr schlicht gearbeitet ohne jegliche Verzierungen und an seinem unteren Rand waren zusätzlich einige Lederriemen angebracht.

„Hat ein alter Kumpel aus der Sattlerei für die Gräfin umgearbeitet. Ein echt historisches Stück: Reitkorsett aus der Sammlung mit einigen interessanten Änderungen. Jungs, die nichts mit einer Lady wie dir anzufangen wissen, betteln ja gradezu darum, selbst gefickt zu werden. Kannst es gleich mal anprobieren, wenn du Lust hast.“

Er hielt das Stück noch höher, sodass die Riemen hin und her baumelten.

Betty guckte missbilligend: „Lieb gemeint, Stallmeister, aber da zwänge ich mich nicht rein. Ich trage aus Prinzip keine Shapewear, auch keine historische. Und Strapse schon mal gar nicht, oder was sollen diese komischen Bänder?“

„Jetzt guck nicht so“, kommentierte sie Blombergs traurigen Blick, „ich habe eine viel bessere Idee, wie du mir helfen kannst.“

Dann schilderte Betty ihm kurz ihren Plan für den kommenden Mittwoch und erläuterte genau, was seine Aufgabe dabei wäre. Wie Betty vermutet hatte, war „den Deckhengsten beim Aufspringen helfen“, wie er es ausdrückte, ganz nach Blombergs Geschmack.

***

Am Mittwoch Nachmittag zur verabredeten Zeit stellte Betty ihr schweres Hollandrad neben die Eingangstür des Badehauses, das etwas abseits am Rande des Schlossparks in Sichtweite des Haupthaus lag. Sie sah schon Anastasia und Meike den Weg von der Allee hinaufkommen. Die beiden schoben ihre Räder, die mit der Ausrüstung und der Verpflegung für die heutige Sitzung beladen waren. Neben ihnen ging eine hochgewachsene, rotblonde Frau. Das musste der Überraschungsgast sein.

Es war Meike gewesen, die gefragt hatte, ob sie ihrer Freundin Britta einen Wunsch erfüllen könnten. Diese Britta wollte einmal bei der legendären AG dabei sein, um Erfahrungen zu sammeln, solange ihr Freund im Urlaub war. Es sei auch schon alles mit Liliane abgeklärt. Anastasia, hilfsbereit wie immer, war sofort dafür gewesen und auch Betty hatte nichts dagegen gehabt, über eine weitere Statistin zu verfügen. Eine unbekannte Schönheit würde sicher auch den Männern gefallen.

Jetzt fragte Betty sich allerdings, ob Britta wirklich die Richtige für die AG war. Der erste Eindruck, den sie hinterließ, war ein bisschen blass. Das Interessanteste waren noch ihre Sommersprossen. Mehr als ein scheues Hallo kam nicht von ihr, als sich die Vier vor dem Eingang des Badehauses begrüßten. Irgendwie schien sie sehr nervös. Deshalb ließ Betty sie in Ruhe, denn sie wusste, dass sie auf manche Menschen einschüchternd wirkte. Vielleicht ergab sich ja später noch die Gelegenheit, sich näher kennenzulernen. Erst einmal war noch eine Menge zu organisieren, bis die anderen eintreffen würden.

Zusammen räumten sie die Ausrüstung in den gemütlichen Ruheraum, der rechts vom kurzen Flur am Eingang abging. Der Raum musste gleichzeitig als Umkleide fungieren, denn das gesamte Gebäude war wirklich sehr klein. Während die anderen die mitgebrachten Snacks auf den niedrigen Tischen vor den gepolsterten Bänken verteilten, begann Anastasia im Samowar Tee zu kochen. Nebenher erklärte sie Betty ihre Kamera.

Zusammen bauten sie das Stativ im Flur vor dem eigentlichen Eingang des Bades auf. Sie positionierten die Kamera etwa auf Augenhöhe vor dem dicken, nachtblauen Vorhang, der verhindern sollte, dass die Wärme entwich. Später würden sie durch den Schlitz im Vorhang fotografieren.

Der unten mit grauem Marmor ausgekleidete, hohe Baderaum jenseits des Vorhangs wurde von einer kleinen Kuppel überwölbte. Beleuchtet nur von einigen Oberlichtern war das Steinpodest in der Mitte zwar relativ gut ausgeleuchtet, aber die Waschbassins an den Wänden und die beheizten Bänke dazwischen blieben im Halbdunkel. Wenn sie die bunten Glaslichter auf dem Sims darüber anzündeten, würde der Raum noch gemütlicher werden.

Die Kulisse passte perfekt. Jetzt mussten sie nur noch eine ihren Mitteln angemessene Interpretation des Vorbilds hinbekommen. Normalerweise wäre Betty das nicht kreativ genug gewesen, aber für den heutigen Zweck reichte es und die Umsetzung versprach lustig zu werden.

Betty zeigte Anastasia Amadous Postkarte aus Paris, die der zündende Funke für ihr Projekt gewesen war. Mit großem Hallo hatte ihre Mutter sie zuhause aus dem Briefkasten gezogen. Das Motiv war in vielerlei Hinsicht das Kontrastprogramm zu der letzten Postkarte, die sie vor Jahren bekommen hatte: von Omas Kneippkur im Allgäu. Betty konnte sich vorstellen, wie viel Überwindung es Amadou gekostet haben musste, sie zu schicken. Er machte zwar nicht den Anschein, aber er war ziemlich schüchtern und wenn sie damals nicht …

Bettys Tagtraum wurde von dem Geräusch der Eingangstür unterbrochen, wo Liliane, Celine und Amira angekommen waren. Das hieß, sie waren komplett und hatten knapp zwei Stunden, bis die Jungs eintreffen würden. Sie sollten sich schnell umziehen.

„Eine tolle Idee von dir, die Sitzung hierher zu verlegen. Ihr macht die AG immer kreativer nach der Theaterimprovisation von letzter Woche. Wellness mit Kunst zu verbinden, darauf muss man erst einmal kommen“, sagte Liliane anerkennend zu Betty, während sich die sieben Frauen zum Ausziehen im Ruheraum drängten. Betty musste sich zusammenreißen, dass ihr Lächeln, Liliane auf die falsche Fährte gelockt zu haben, nicht zu triumphierend ausfiel. Das war zwar eigentlich nicht ihre Art von Kunst, aber das improvisierte Fotoprojekt hatte schon seinen Zweck erfüllt.

„Und wie schön, dass Britta auch zu uns gestoßen ist“, fügte Liliane etwas leiser hinzu. „Ich war immer der Meinung, dass sie gut in die AG passen würde. Sie nimmt ihre Aufgaben wirklich sehr ernst. Wenn du sie ein bisschen forderst, kann sie exzellente Ergebnisse liefern.“

„Ach, du kennst Britta näher?“, antwortete Betty erstaunt. „Ich dachte, sie ist eine Freundin von Meike. Jedenfalls vielen Dank, dass du das ungewöhnliche Outfit für sie besorgt hast. Das gibt dem Foto sicher noch einmal einen ganz besonderen …“

Sie sahen zu Britta hinüber, die sich bereits bis auf die Unterwäsche ausgezogen hatte und dabei war, in ein weites, weißes Hemd zu schlüpfen.

„Entschuldige Britta“, intervenierte Betty, „aber du musst alles ausziehen, sonst sieht es hinterher komisch aus. Und denk mal an die Temperatur im Bad …“

Britta hielt inne und blickte sich kurz um. Die anderen Frauen waren dabei, sich ihrer letzten Kleidungsstücke zu entledigen oder hatten sich schon in ihre bunten Badetücher gewickelt. Zögerlich streifte auch Britta BH und Slip ab, bevor sie sich hektisch das Hemd überwarf. Darüber zog sie mit Lilianes Hilfe einen langes, kaftanartiges Gewand mit weiten Ärmeln. Es war aus hellblauer Baumwolle und an den Kanten mit weißen Blumen bestickt. Sein tiefer, runder Ausschnitt ließ Brittas kleine Brüste frei, sodass sie nur noch von dem durchscheinenden Stoff des Unterhemds bedeckt wurden. Betty musste kurz stutzen, als sie Brittas übergroße Nippel bemerkte, die sich unter dem Hemd wie Fremdkörper abzeichneten. Das passte irgendwie nicht ins Bild.

Komplettiert wurde der Anzug von einer weißen, seidenen Schärpe, die Liliane Britta um die Taille schlang, und von einem dunkelblauen Tuch, das ihre Haare bedeckte. Zum Schluss steckte Liliane einen Schleier aus Gaze an dem Tuch fest und zog ihn vor Brittas Gesicht. Damit war sie praktisch nicht mehr zu erkennen.

Mittlerweile waren die Gespräche verstummt. Brittas schrittweise Verwandlung in eine geheimnisvolle Odaliske aus dem Morgenland hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Alle verfolgen gespannt, wie Liliane noch einmal tief in ihre Tasche fasste und ein Paar Schuhe herauszog, die sie eine tiefen Verbeugung imitierend Britta vor die Füße stellte. Es handelte sich um eigentümliche Holzpantinen mit sehr hohen Absätzen, die, wie Liliane erklärte, die Badenden vor dem heißen Fußboden schützen sollten. Britta stieg hinein und klapperte dann unsicher am Ende der von Betty angeführten bunten Kolonne in Richtung Bad. Eine AG-Teilnehmerin nach der anderen verschwand hinter dem Vorhang, wo Betty begann, noch einmal das Vorhaben zu erklären und die Plätze zu verteilen.

***

Nach getaner Arbeit war Betty hochzufrieden. Die AG-Teilnehmerinnen hatten mit Begeisterung mitgemacht und sie konnte es kaum erwarten, die Aufnahmen am Abend zu sichten. Zunächst einmal gönnten sie sich eine Teepause und dann verschwanden die sieben Frauen, dieses mal zur reinen Entspannung, wieder im Bad. Nach einer Weile meldete Anastasia, die draußen gewartet hatte, dass jetzt auch Murad, Bart und Tim eingetroffen wären. Das hieß, dass sie mit dem zweiten Teil des Shootings beginnen konnten.

Bevor sie den heißen Kuppelraum verließ, wickelte sich Betty wieder ordentlich in ihr Badetuch. Der rot-weiß gemusterten Stoff, der eine schönen Kontrast zu ihrem dunklen Teint bildete, schmiegte sich eng um ihre Kurven. Das war grade richtig, um die Jungs langsam aufzuwärmen und darauf vorzubereiten, was sie später noch zu sehen bekommen würden.

Anastasia hatte die Drei bereits instruiert. Im Ruheraum fläzten sie sich nur noch mit um die Hüften geschlungenen Badetüchern auf den niedrigen, gepolsterten Bänken. Sie unterhielten sich, tranken Tee und bedienten sich am Buffet. Als Betty in der Tür auftauchte, wurde sie freudig begrüßt und zum Tee eingeladen.

„Danke, aber erst die Arbeit und … auch gleichzeitig das Vergnügen. Ihr bekommt nämlich jetzt eure ganz private Peep-Show. Tee trinken können wir auch hinterher noch“, erklärte Betty … und noch viel mehr, wenn mein Plan aufgeht, dachte sie bei sich. „Den ersten Teil, das Gruppenbild der Damen, haben wir schon abgeschlossen. Jetzt seid ihr dran. Wir machen ein paar Einzelaufnahmen, Murad nehme ich zuerst mit.“

Betty sah Murad auffordernd an und ging dann zurück auf den Flur. Als sie merkte, dass er ihr folgte, konnte sie es nicht lassen, ein wenig ihren Hintern schaukeln zu lassen. Er sollte schließlich nicht vollkommen unvorbereitet und von Null auf Hundert in die nächste Aufgabe geschickt werden.

Als sie vor dem Vorhang standen, erklärte sie Murad den Ablauf: eine Voyeurszene. Klar, sei nicht sein Stil, aber für das Foto sei es eben so vorgesehen. Er solle gleich vorsichtig durch den Vorhang spähen und sie würde ihn von hinten fotografieren. Es wäre also fast unmöglich, ihn wiederzuerkennen, da müsse er sich keine Sorgen machen.

Murad zuckte nur mit den Schultern, als ob ihm das herzlich egal wäre. Dann wandte er sich um und teilte wie geheißen den Vorhang auf Kopfhöhe. Sesam öffne dich! Während er selbst anerkennend mit der Zunge schnalzte, waren von der anderen Seite undeutliche Rufe und Lachen zu hören.

Betty war unterdessen im Flur einige Schritte zurückgetreten, hatte die Kamera in Anschlag gebracht und begann zu fotografieren. Murads muskulöser Rücken war ein sehenswerter Anblick, aber da ging noch mehr.

„Und, machst du gar nicht weiter?“, fragte Murad grinsend, indem er kurz den Kopf drehte.

Er hatte keine Moment gezögert und sein Lendentuch einfach auf den Boden fallen lassen, als Betty vorgeschlagen hatte, noch ein bisschen mehr zu zeigen. Betty hatte für eine kurze Zeit ihre Aufgabe vergessen, legte dann aber, aus ihrem Tagtraum geweckt, wieder los. Vielleicht etwas übereifrig.

Als sie fertig war, trat sie dicht neben ihr Modell und sagte leise: „Na, habe ich zu viel versprochen?“

„Nein, wirklich schön, euch alle so sauber und entspannt zu sehen. Aber wer ist denn die geheimnisvolle Unbekannte?“

Betty zog den Vorhang ein wenig weiter auf, so dass sie neben Murad hindurchsehen konnte. Britta stach sichtlich unter den anderen hervor. „Na, das ist natürlich die Badedienerin unseres Etablissements“, erklärte Betty lächelnd.

„Hätte nie gedacht, dass die so jung und schlank sein können. Hab sie mir immer als alte, fette Tanten mit Hängetitten vorgestellt.“

Betty gab Murad einen Klaps auf den Hintern und blickte ihn streng an. Gleichzeitig stellte sie fest, wie ein angenehmes Kribbeln von ihrer Handfläche ihren Arm bis in den Nacken hochzog.

„Hey, wofür war das?“, fragte Murad mit gespielter Entrüstung. Dabei legte er seine Hand auf Bettys Hintern und drückte einmal sanft zu.

Betty signalisierte, dass sie seine Entschuldigung akzeptierte, indem sie ihrerseits ihre Hand dieses mal behutsamer auf seine Rückseite legte. Dann wandte sich ihrer beider Aufmerksamkeit wieder dem Bad zu, weil sich dort mit einem mal etwas bewegte und das Klacken von Holzschuhe auf dem Steinboden zu hören war.

Meike war aufgestanden, hatte Britta an die Hand genommen und zog sie langsam ein paar Schritte in Richtung Vorhang. Der Kontrast zwischen beiden konnte kaum größer sein: Britta in ihrem hell schimmernden Kostüm mit dem Schleier, der sie unkenntlich machte, überragte Meike, die vollkommen nackt war, um mehr als einen Kopf. Das lag nicht nur an ihrer natürlichen Körpergröße, sondern auch an den hohen Badesandalen, die Britta trug.

Erstaunt sahen Betty und Murad zu, wie die beiden immer näher kamen und die verschleierte Unbekannte dann dicht vor dem Vorhang auf die Knie ging. Meike hingegen wandte sich ihnen zu, griff nach dem Vorhang und schloss ihn mit den Worten: „Wir wollen die Badedienerin in Ruhe ihren Dienst verrichten lassen.“

Murad sah Betty fragend an, aber die signalisierte, dass sie sich auch keinen Reim darauf machen konnte, was das zu bedeuten hätte. Dann wackelte der Vorhang erneut und Murad wurde von einer vorgestreckten Hand an der Hüfte nach vorne gezogen, so dass er den Stoff berührte. Er stieß einen Laut der Überraschung aus und begann, breit zu grinsen: „Sie macht ihren Dienst!“ Selbstständig schob er sein Becken weiter nach vorne und hielt sich an Bettys Schulter fest, während der Vorhang sacht in Bewegung blieb.Jetzt ging Betty ein Licht auf: Das waren also die Erfahrungen, die diese Britta machen wollte. Sie hatte die Sitzung ohne Absprache gekapert. Betty war empört und überlegte einen Moment zu intervenieren. Allerdings würde sie als arge Spielverderberin dastehen und wer wusste, wie sich der Rest der Sitzung dann entwickeln würde. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Vielleicht könnte sich das Ganze auch zu ihrem Vorteil entwickeln, wenn die Jungs durch Brittas eigenmächtigen Einsatz Appetit auf mehr bekämen.

So beschränkte sich Betty darauf, dem bereits weitgehend entrückten Murad Hilfestellung zu leisten. Sie war nicht wenig überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit er sich ihr anvertraute, während er Brittas Dienste in Anspruch nahm. Ein echter Macho! Aber erregend war es allemal, sein Minenspiel zu beobachten und seine immer lauter werdenden Seufzer zu hören. Als sich die Muskeln in seinem eh schon straffen Hintern noch einmal fester anspannten, wusste Betty, dass es nicht mehr lange dauern konnte.

Was Britta auf der anderen Seite wohl mit seiner Ladung machen würde? Wie weit würde ihr Erfahrungshunger gehen? Das musste sich Betty im zweiten Akt unbedingt selbst angucken.

***

Offenbar wuchs Britta an ihren Aufgaben. Das musste Betty, die wieder im Bad saß, nachdem Anastasia die Kamera übernommen hatte, neidlos anerkennen. Britta bearbeitete Barts enormen Schwanz mit ganzer Hingabe. Mit einer Hand fuhr sie mit ausholenden Bewegungen seinen langen Schaft auf und ab. Da sie von Zeit zu Zeit ein wenig Öl aus einer schlanken, kobaltblauen Flasche auf den Kolben träufelte, lief das wie geschmiert. Betty konnte den angenehmen Duft des Öls bis in die zweite Reihe riechen, von wo sie die Szene aus gebührendem Abstand beobachtete. Wie Liliane kannte sie Bart schon und ließ deshalb den anderen den Vortritt.

Neben Britta ging jetzt Meike in die Knie und übernahm den Steuerknüppel von ihrer Freundin. Gleichzeitig flüsterte sie mit Celine, die sich von der anderen Seite herandrängte und wenig später ihrerseits Meike ablöste. Celines schmale, zarte Hand ließ Barts Schwanz noch gewaltiger aussehen, als er sowieso schon war. Währenddessen war Meikes Hand hinunter zu Barts Hoden gerutscht und hatte ihren Griff fest geschlossen. Dadurch zog sie den Besitzer noch ein wenig weiter nach vorne.

Als ob das noch nicht genug wäre, ließ Celine kurz los und schnappte sich die Hand ihrer Freundin Amira, die ihr vorsichtig von hinten über die Schulter lugte. Amira lachte nervös auf, als Celine ihre Hand auf Barts öligen Schwanz legte und sie zwang, ein paar gemeinsame Pumpbewegungen auszuführen. Doch dann gelang es ihr, sich aus Celines Griff zu entwinden und ihre Hand wegzuziehen. Auch Celine hatte jetzt offenbar genug.

Für einen Moment starrten alle fasziniert auf Barts Schwanz, der steil aufgerichtete aus dem Schlitz im Vorhang hervorguckte. Er glänzte verführerisch und zuckte von Zeit zu Zeit ungeduldig.

Meike übernahm wieder die Regie. Zuerst zog sie fest an Barts Hoden und brachte seinen Schwanz dadurch annähernd in die Waagerechte. Dann flüsterte sie kurz mit der immer noch frontal vor dem Vorhang knienden Britta und zupfte ihr den Schleier vom Gesicht. Zum Schluss legte sie ihr schwesterlich die Hand auf den Rücken, nein, sie drückte ihre Freundin langsam aber bestimmt nach vorne und hörte erst auf, als Brittas Lippen Barts pochende Eichel berührten.

Nach einigen vorsichtigen Küssen begann Britta Barts glühende Spitze immer offensiver zu lecken. Dann öffnete sie den Mund, um unter dem zustimmenden Gemurmel der anderen Zuschauerinnen seine Eichel ganz einzusaugen. Nach und nach verschwand auch ein Teil seines Schaftes zwischen ihren schmalen Lippen. Doch mehr als die Hälfte schaffte sie nicht, bevor sie ihren Kopf wieder zurückzog und das Spiel von neuem begann.

Allen war klar, dass das nicht lange gut gehen konnte. Ein lautes Stöhnen von jenseits des Vorhangs ließ Britta innehalten. Sie atmete hörbar durch die Nase ein, während sie ihren Mund fest geschlossen hielt. Als sie ihn wenig später wieder öffnete und Barts langsam erschlaffendes Glied freiließ, wurde sie von den Umstehenden mit spontanem Applaus belohnt.

„Das hast du wirklich gut gemacht!“ Auch Betty hatte beschlossen, ihren Ärger über Brittas eigenmächtige Aktion endgültig herunterzuschlucken. Im Gegenteil, der Einsatz hatte sie ziemlich heiß gemacht. Britta sah mit großen, blauen Augen zu ihr auf und ihr verlegenes Lächeln wurde nur einmal kurz unterbrochen, als sie sich reflexartig mit der Zunge den Mundwinkel leckte.

„Nicht wahr, sie macht das toll“, fiel Meike ein, während sie nervös an Brittas Kopftuch herumzupfte, aus dem sich eine ihrer roten Haarsträhnen gelöst hatte. „Es freut uns, dass dir die Aktion gefällt. Wir dachten, bei so viel Kultur könnte ein bisschen Abwechslung nicht schaden. Wir hätten dir ja Bescheid gesagt, waren uns aber bis kurz vorher selbst noch nicht sicher, ob …“

„Nein, nein, schon gut … obwohl, wenn ich das vorher gewusst hätte … aber für die Jungs ist es eine schöne Entschädigung, das ist die Hauptsache. Ich habe mich schon gefragt, ob sie die visuellen Reizen nicht total überfordern. Männer sind zwar die natürlichen Voyeure aber dann wollen sie irgendwann doch selbst mitspielen.“

„Wir dachten auch, dass wir sie nicht einfach so hängen lassen können“, nahm Meike dankbar den Faden auf und fügte dann verlegen hinzu: „Könntest du mir vielleicht einen Gefallen tun? Es ist wegen Tim …“

„Darf der Arme etwa nicht mitmachen?“, konnte es sich Betty nicht verkneifen zu spotten.

„Doch, natürlich!“, versicherte Meike entrüstet. „Aber er und Britta sind ziemlich gut befreundet. Kannst du ihn vielleicht ablenken und den Vorhang schließen, bevor sie aufsteht und nach vorne kommt. Es wäre wirklich zu peinlich, wenn er sie trotz ihrer Verkleidung irgendwie an der Gestalt erkennt.“

Betty schaute hinunter zu Britta, die rot geworden war und heftig mit dem Kopf nickte. Sofort versicherte sie gönnerhaft, dass sie sich um Tim kümmern werde. Innerlich musste sie sich zügeln, nicht laut loszujubeln. Sie bekam von Meike quasi einen Freifahrtschein ausgestellt. Natürlich würde sie den später einlösen. Sie war auch nur eine Frau, was dachten sich Britta und Meike eigentlich? Wenn Meike Britta ihren Freund zur Verfügung stellte, dann musste sie auch kein schlechtes Gewissen haben.

***

„Meike hat noch eine Überraschung für dich vorbereitet“, waren Bettys Zauberworte, die bewirkten, dass sich Tim augenblicklich in ihren Armen entspannte. Nachdem sie die letzte Runde der Voyeurfotos gemacht hatte, war sie dicht hinter ihn getreten, hatte den Vorhang vor seiner Nase geschlossen und sein Becken dagegen gedrückt.

Es war ein schönes Gefühl, ihn in den Armen haltend sanft das Kinn auf seine Schulter zu legen und von hinten ihre schweren Brüste an seine Schulterblätter zu drücken. Um ihn ein bisschen zu ärgern, hatte sie schon beim Fotografieren ihr Badetuch hinunter auf ihre Hüften rutschen lassen. Tim lehnte sich bereitwillig an sie und hatte seine Augen geschlossen. Sein schwerer Atem wurde nur ab uns zu unterbrochen, wenn er den Namen seiner Freundin murmelte.

„Ich war vorhin auf der anderen Seite und weiß genau, was da grade passiert. Was ist das für ein Gefühl, so im Mittelpunkt zu stehen? Heute mal ganz direkt und in Farbe ohne die Leinwand dazwischen. Bist du dir überhaupt sicher, dass es Meike ist, die grade deinen schönen Schwanz bearbeitet? Wir teilen alles in der AG, das weißt du doch. Pass mal genau auf, sicher wechseln sich die Mädels schon ab. Alle wollen doch mal zugreifen und wenn sie dann erst auf den Geschmack gekommen sind …“

Tim hatte die Augen halb geöffnet und seinen Kopf so gedreht, dass er Betty, die ihm leise ins Ohr säuselte, anschauen konnte. Sein Blick spiegelte eine Mischung aus Verlegenheit und Geilheit wieder. Bevor er etwas sagen konnte fuhr Betty fort:

„Wer ist denn grade dran? Celine kann kraftvoll zudrücken, das traut man ihr gar nicht zu. Und die unbeholfenen Küsse müssen von Amira sein. Anastasia kann viel vertragen wegen Bart. Wenn du das Gefühl hast, gleich verschluckt zu werden, muss sie es sein. Und Liliane hat die schnellste Zunge, wenn sie dich nicht lieber gleich zwischen ihre Titten nimmt. Das kannst du dir bestimmt gut vorstellen.“

Tim hatte die Augen wieder geschlossen und jeder seiner stoßweisen Atemzüge endete in einem tiefen Stöhnen.

„Ich sehe, die leisten ganze Arbeit auf der anderen Seite. Bevor es zu spät ist, will ich schnell meinen eigenen Beitrag beisteuern“, flüsterte Betty noch ein wenig leiser. Damit bückte sie sich kurz, um sich die blauen Flasche zu angeln, die sie aus dem Bad geschmuggelt und vor dem Vorhang abgestellt hatte. Sie nahm einen großzügigen Schuss und ihr tropfender Zeigefinger fand Tims Rosette zwischen seinen weißen Backen. Ein paar mal umschmeichelt sie sie, bis sich Tim nach dem ersten Schreck entspannte, sodass sie weiter vorstoßen konnte. Nachdem er sich an ihren schlanken Finger gewöhnt hatte, fing sie an, den Knubbel seiner Prostata zu massieren, erst vorsichtig dann immer beherzter.

In Bettys Hinterhalt geraten, gab Tim jede Gegenwehr auf. Immer unkontrollierter kam sein Atem, bis er kurze Zeit später hörbar kam. Betty konnte nur hoffen, dass der Vorhang seine Stimme soweit gedämpft hatte, dass niemand auf der anderen Seite mitbekommen hatte, wie Tim ihren Namen gerufen hatte. Der würde bestimmt wiederkommen, dachte sie zufrieden, während sie sich den Finger an ihrem Badetuch abrieb.

***

Nachdem der offizielle Teil der Sitzung vorüber war, versammelten sich alle AG-Teilnehmer nach und nach im Ruheraum und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen. Betty wollte sie grade darauf vorbereiten sich anzuziehen, damit sie das Badehaus übergeben konnte, da stand plötzlich der Hausmeister eine halbe Stunde früher als vereinbart in der Tür. Blomberg freute sich offensichtlich über seinen Coup, der ihm einen ausführlichen Blick auf die kaum bekleideten Abiturientinnen ermöglichte. Ganz Augen schaffte er es kaum, seinen Spruch aufzusagen: Sie sollten sich nicht stören lassen und ganz in Ruhe machen aber ob die Kerle noch kurz bleiben könnten, um ihm mit der Ladung Brennholz zu helfen, die er hinten auf dem Unimog hätte. Da drängte Liliane ihn auch schon aus dem Raum.

Betty verabschiedete die AG-Teilnehmerinnen, denn sie selbst hatte sich bereit erklärt, noch zu bleiben, um die Aufräumarbeiten zu überwachen. Liliane bedankte sich für den anregenden Nachmittag und Meike umarmte sie sogar. Mit Anastasia verabredete sich Betty für den Abend, um sich die Fotos genauer anzusehen.

Jetzt, da alle gegangen waren, schlenderte Betty zum Seiteneingang des Gebäudes, um Blomberg und die Jungs ein wenig zu motivieren. Sie sah eine Weile zu, wie sie die schweren Körbe mit Brennholz an ihr vorbei in den schmalen, dunklen Heizraum des Bades trugen. Wie sie selbst hatten sich Murad, Bart und Tim nicht wieder angezogen und waren nur mit ihren Tüchern bekleidet. Als Blomberg sie allzu häufig ‚zufällig‘ beim Vorübergehen berührte, ließ sie die Vier allein, um im Ruheraum nach dem Rechten zu sehen.

Beim Aufräumen fiel Betty die blaue Flasche mit dem Öl in die Hände, die Britta bei ihrem heimlichen Verschwinden vergessen haben musste. Betty verrieb einen Spritzer zwischen ihren Brüsten, als sich das Kribbeln zwischen ihren Beinen wieder meldete, das sie schon den ganzen Tag gespürt hatte. Jetzt war es endlich einmal Zeit, an sich selbst zu denken. Sie musste nur noch Blomberg loswerden, aber da würde ihr schon etwas einfallen. Die Seitentür des Badehauses war geschlossen und auch im Heizraum war niemand. Da hörte Betty Stimmen aus dem Kuppelraum. Gut, nach getaner Arbeit entspannten sich die Männer und machten sich schön für sie. Das war genau die richtige Zeit für ihren Auftritt.

„… muss man doch einfach zupacken. Und als ich das erste Mal ihren prallen Arsch in den Händen hatte, sind selbst bei einem alten Mann wie mir wieder alle Lichter angegangen. Und ihr habt die Chance in das saftige Fötzchen zu stippen und tut nichts. Das versteh mal einer.“

Betty musste grinsen. Sie hatte vor dem Vorhang innegehalten, um zu lauschen. Blomberg legte sich ja mächtig ins Zeug, um Werbung für sie zu machen. Vielleicht war es doch nicht so schlecht, dass er noch geblieben war.

„Da müssten wir uns ja erst mal durchs Unterholz schlagen …“, erwiderte einer der Jungs, Murad nahm Betty an. Alle lachten.

„Dachte, die Damen sind heute alle komplett ohne. Aber ich geb ja zu, wir haben unsere Ponys auch immer rasiert. War damals ja noch echt exotisch. Heutzutage müsst ihr die Wildstuten wohl so nehmen, wie ihr sie fangen könnt. Und was gibt es Schöneres, als eine wilde Mähne?“

Bettys Grinsen wurde über Blombergs Verteidigung ihres Busches noch breiter. Sie beschloss, dass es nur fair war, ihn nachher alles einmal ausführlich begutachten zu lassen, was er so schön beschrieben hatte.

„Wir hatten es damals einfacher“, fuhr er fort, „als die Fohlen noch handzahm waren und wir sie einfach von der Koppel führen konnten. Auf dem Gestüt waren immer junge Dinger zu finden, die umsonst reiten wollten und dafür eine Zeit im Ponyclub mitgemacht haben. Wir hatten unseren Spaß und die haben was fürs Leben gelernt. Waren alle ganz scharf drauf, das Diplom zu machen. Hab natürlich immer darauf geachtet, dass es ihnen auch Spaß macht. Das merkt man ja beim Zureiten, wo die Talente liegen: Parcours, Dressur oder auch nur Streichelzoo. Und natürlich bin ich immer eingeschritten, wenn es mal wieder jemand mit der Gerte übertrieben hat. War ’ne heiße Zeit.“

„Ja, ja, damals als die Weiber noch echte Weiber waren“, stichelte Murad. „… und man noch Schafdärme als Kondome benutzt hat“, vollendete Bart den Gedanken. Auf der anderen Seite des Vorhangs musste sich Betty das Lachen verkneifen. Was für eine abenteuerliche Geschichte Blomberg da auftischte, um vor den Jungs anzugeben.

„Nein, wirklich“, protestierte Blomberg, „es gab immer genug Auswahl an Ponys. Deshalb war der Reitverein ja auch so beliebt. Alle hohen Tiere wollten in den Vorstand. Und es gab eine Menge Spenden, damit wir den Mädels auch was bieten konnten.“

„Ach komm, die Frauen haben bei so einem Zirkus doch nicht einfach so mitgemacht. Wie soll das denn funktionieren?“, warf Tim ein.

„Die hatten alle ihre Gründe und wenn’s nur der war, ein bisschen Spaß zu haben. War ja sonst nicht so viel los hier in dem Kaff. Oder warum macht ihr bei Lilis Stutenclub als Deckhengste mit?“

„Na hör mal“, protestierte Tim, „das ist doch was ganz anderes. Wir sind Liliane eben gerne behilflich. Und außerdem bin ich kein Deckhengst, sondern der Märchenprinz.“

„Und ich bin der Fahrer, sehr verantwortungsvoller Job“, fügte Murad hinzu.

„Und mir macht das gar nichts aus, als Deckhengst behilflich zu sein … und auch sonst natürlich. Was du uns da erzählst, hört sich nicht nach Spaß an, sondern nach Tierquälerei. Wenn das wahr wäre, säßest du wahrscheinlich heute noch im Knast“, schloss Bart ungewöhnlich ernst.

„Du hast ja recht, heute ginge das nicht mehr. Aber damals haben alle mitgemacht und alle fanden es gut … die meisten jedenfalls, würde ich sagen. Ins Nachdenken sind dann einige von uns nach der Sache mit Hanna gekommen. So eine süße Blonde, war verliebt in einen meiner Stallburschen, wollte ihm imponieren. Kurz vor der Ponyprüfung ist sie dann total ausgerastet. Hat dem Direktor die Gerte weggenommen und wild um sich geschlagen. Später haben wir gehört, dass sie einen Unfall hatte: vor den Bus gerannt. Ist zum Glück bis auf ein paar gebrochene Knochen noch mal glimpflich abgelaufen.

Dann hab ich durch Zufall rausgefunden, dass sie wohl auch schwanger gewesen war. Da konnte ich nicht mehr so recht an einen Unfall glauben. Als die anderen einfach weitermachen wollten, hab ich’s der Gräfin gesagt. Die hat dann nicht lange gefackelt und gleich das ganze Gestüt abgewickelt. War schade, aber war wohl besser so.“

Eine Weile war es still. Dann sagte Tim: „Also als Angeberei hat mir die Story besser gefallen.“

„Ach Scheiße“, rief Murad, „nix Angeberei, so was passiert wirklich, auch heute noch. Hab ich selbst miterlebt. Das arme Mädchen wollte sich umbringen, weil so ein reicher Onkel nicht aufgepasst hat. Und du hast da mitgemacht. Von wegen heiße Zeit … Scheißezeit!“

„Aber ich wollte doch nicht …“, setzte Blomberg noch einmal an.

Da hörte Betty etwas scheppern und sie konnte sich nicht mehr zurückhalten und öffnete vorsichtig den Vorhang einen Spalt. Blomberg saß in der Mitte auf dem Podest, die Hände ins Gesicht vergraben. Murad, der zusammen mit Tim und Bart rechts stand, starrte ihn an, während Tim eine Hand auf seine nackte Schulter gelegt hatte, so als wollte er ihn zurückhalten.

Betty war wütend und enttäuscht. Sie überlegte einen Moment, ob sie hineingehen und Blomberg auch noch die Meinung sagen sollte. Aber das würde sie später machen. Jetzt hatte sie das dringende Bedürfnis, an die frische Luft zu kommen. Sämtliche erotische Stimmung war verflogen. Das ließ sich nicht mehr so schnell reparieren, und sie hatte auch nicht die geringste Lust dazu. Sie eilte zurück in den Ruheraum, warf sich ihren Trainingsanzug über, schnappte sich ihre Tasche und stürmte aus dem Badehaus. Die anderen würden den Rest schon mitnehmen und Blomberg konnte abschließen.

Sie fuhr mit dem Gefühl, dass die ganze Aktion ein totaler Reinfall gewesen war, den Schlosshügel hinunter. Erst als sie zuhause angekommen war, hatte sie sich etwas beruhigte.

***

Während Betty später die Fotoserie vom Nachmittag durchklickte, konnte sie förmlich sehen, wie die AG-Teilnehmerinnen im Laufe der Zeit immer mehr Spaß am Posieren gefunden hatten. Sie hatten verschiedene Positionen ausprobiert und einige von ihnen hatten auch einmal hinter der Kamera gestanden, doch zum Schluss hatte Anastasia die meisten Bilder gemacht.

Mit der Zeit waren sie immer übermütiger geworden, so dass nach und nach bei den meisten von ihnen die Badetücher gefallen waren. So vermittelten die letzten Fotos in der Serie dieselbe überbordende Nacktheit wie das Gemälde, das als Vorbild gedient hatte. Gleichzeitig strahlten die Fotos so viel mehr Intimität aus, weil sie sich auf die sechs Freundinnen beschränkten, die sich in dem kleinen Raum des Badehauses drängten. Das Dämmerlicht und der natürliche Weichzeichner der feuchten Luft des Bades verstärkte diesen intimen Eindruck noch.

Lilianes Turban war der helle Mittelpunkt des Bildes, zu dem der Blick immer wieder zurückkehrte. Sie saß mit dem Rücken zum Betrachter auf dem steinernen Podest in der Mitte des Kuppelraumes. Eins der Oberlichter brachte das weiße Tuch, das sie sich um den Kopf geschlungen hatte, zum leuchten. Auf ihre Schultern glitzerten ein paar Schweißtropfen, die bald ihren Weg die Wirbelsäule hinunter finden würden.

Das ist die perfekte Position für sie, dachte Betty. Nicht so sehr wegen der Anonymität, das war Liliane egal. Vielmehr ist sie im Mittelpunkt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. So kann sie alles im Blick behalten, plant wahrscheinlich schon die Gang-Bang-Tombola, den Muschiduft-Wettbewerb oder was sie sich sonst für die nächste Sitzung ausgedacht hat — die letzte, wie sie angekündigt hat. Betty war das viel zu verkopft, sie hätte sich viel lieber endlich einmal ungestört Tim oder meinetwegen auch Murad vorgeknöpft. Aber immerhin stahl Liliane mit ihrer Art, unsichtbar die Fäden in der Hand zu behalten, auch niemandem die Show.

„Wow“, flüsterte Anastasia über Bettys Schuler hinweg, „du bist die Göttin, so nackt und schön. Das hätte sich sonst niemand getraut, wirst deinem Ruf wieder mal gerecht.“

Betty wurde warm in der Brust vor Stolz und im Schoß vor Erregung.

Schon bei der Planung war ihr klar geworden, dass sie die Stelle der Odaliske einnehmen wollte, die rechts im Bild seitlich an ein Kissen lehnend die Hände hinter dem Kopf verschränkte. In einer verdrehten, höchst unbequemen Haltung, wie sie jetzt wusste.Es war Amadou, der sie auf seinem Ausflug in den Louvre wiedererkannt und daraufhin die Postkarte geschickt hatte. Nach den Wochen des Schüleraustauschs kannte er sie gut: den langen Leib, den runden Bauch, die vollen Schenkel und Arme. Die Körperproportionen der jungen, rothaarigen Französin, die dem Künstler Modell gestanden hatte, waren ähnlich.

Nur Bettys Brüste waren definitiv einige Nummern größer, was dem Foto zusammen mit ihrem Teint und den langen, schwarzen Locken eine zusätzliche Exotik verlieh. Der Höhepunkt ihrer Umdeutung der Figur war aber das schwarze Dreieck, das zwischen ihren Schenkeln die Scham verdeckte. Würde man, wenn man in das Foto hineinzoomte, das Glitzern feiner Schweißperlen in dem sorgfältig gestutzten Haar sehen können?

Betty war sehr zufrieden, dass sie der Versuchung widerstanden hatte, sich mit dem Rasierer an die Vorgaben des Gemäldes anzupassen. Ihr Busch band die Blicke der Voyeure und bannte sie gleichzeitig, um das letzte Geheimnis ihres sonst so freimütig dargebotenen Körpers zu hüten.

Auch die anderen waren erfolgreich in die Figuren der Vorlage geschlüpft und hatten sie mit Leben erfüllt. Hinter ihr und zum größten Teil von ihr verdeckt saß Celine. Eng an sie geschmiegt war Amira, die noch ihr Badetuch um die Hüften trug und eine glänzende Perlenkette um den Hals. Celine nahm ihre Freundin von hinten in den Arm und drückte zärtlich ihre rechte Brust, während Amira mit halb geschlossenen Augen zu träumen schien.

Die beiden sind ein Paar, erkannte Betty in diesem Moment, als sie das Foto betrachtete. Warum war sie nicht schon früher darauf gekommen? Sie hatte sie für nichts als gute Freundinnen gehalten, die eine etwas forscher, die andere schüchterner, dankbar, dass sie an die Hand genommen wurde. Im Licht der neuen Erkenntnis stellte sich die Frage, was die beiden bei so einer Hetero-Veranstaltung suchten? Zumindest Celine schien männlicher Zuwendung nicht abgeneigt. Wollte sie ihre Geliebte eifersüchtig machen oder auf den Geschmack bringen? Ging es um die anderen Frauen oder um etwas ganz anderes?

Hinter der ausgestreckten Amira sitzend bildete Meike fast die Mitte des Bildes, war aber bereits tiefer im Schatten des Raumes verborgen. Sie war im Profil zu sehen, hatte die Arme verschränkt und drückte so ihre kleinen, festen Brüste anmutig nach oben. Hinter ihr stand die Badedienerin und kämmte mit gesenktem Blick Meikes Haare mit den Fingern.

Brittas Kostüm gab dem Bild etwas geheimnisvolles. Betty musste schmunzeln, wie sehr sie sich in ihr getäuscht hatte. Dass Britta unmittelbar nach den Aufnahmen drei Schwänze versorgt hatte, hätte Betty nie für möglich gehalten. Ihr Freund würde sich wegen dieser Trainingseinheit wirklich glücklich schätzen können. Hatte sie sie aus Liebe absolviert oder aus Trotz? Sie wusste es nicht aber der Ansatz imponierte ihr.

Sie blätterte schnell durch die Bilder von den drei Voyeuren, die durch den Vorhang spähten und gleichzeitig ins Visier der Kamera geraten waren. Wie zu erwarten war, stieß Anastasia einen leisen Pfiff aus, als Murads fester Hintern ins Bild kam. Und sie fing an zu lachen, als die Serie der Nahaufnahmen nicht enden wollte.

Den Abschluss bildetet ein zufälliger Schnappschuss von Britta. Alle hatten sich im Ruheraum versammelt, um sich zu stärken und langsam wieder anzuziehen. Als Betty kurz auf den Flur getreten war, hatte sie Britta überrascht, die ihren Kopf von innen durch den Vorhang geschoben hatte, um zu prüfen, ob sie unerkannt durch den Seiteneingang des Bades verschwinden könnte. Sie strahlte Betty an, die ihr ein Zeichen gegeben hatte, dass die Luft rein war.

Alles in allem vielleicht doch einen erfolgreiche Sitzung. Keine Befriedigung aber dafür gute Resultate. Das Leben kommt zu kurz, aber die Kunst währt lang. Wie wohl das Ehepaar Greif auf die Fotos reagieren würde?

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